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Futterumstellung bei Hund und Katze – so klappt der Wechsel ohne Durchfall

Eine Futterumstellung ist für viele Hunde und Katzen eine sensible Phase. Wird das Futter zu schnell gewechselt, reagiert der Körper häufig mit Durchfall, Blähungen oder Erbrechen.

Kurz erklärt:
Eine Futterumstellung sollte immer schrittweise erfolgen. Der Darm braucht Zeit, um sich an neue Zutaten anzupassen. Eine zu schnelle Umstellung ist die häufigste Ursache für Durchfall beim Hund oder bei der Katze.

Dabei liegt das Problem meist nicht am neuen Futter selbst – sondern an einer zu abrupten Umstellung.

Warum ist eine Futterumstellung so sensibel?

Im Darm von Hunden und Katzen leben Milliarden von Mikroorganismen – die sogenannte Darmflora. Diese ist auf das bisherige Futter eingestellt.

Wenn sich die Zusammensetzung plötzlich ändert, muss sich die Darmflora erst anpassen. Passiert das zu schnell, entsteht ein Ungleichgewicht – Durchfall ist oft die Folge.

Besonders empfindlich reagieren:

  • futtersensible Hunde
  • Tiere mit empfindlichem Magen
  • Katzen (oft noch sensibler als Hunde)
  • Tiere nach Antibiotikagaben

Mehr dazu:
Futtersensible Hunde und Katzen – typische Anzeichen

Wie lange sollte eine Futterumstellung dauern?

Als Richtwert gilt:

  • Hund: ca. 7–10 Tage
  • Katze: ca. 10–14 Tage

Bei sensiblen Tieren kann die Umstellung auch länger dauern.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Futterumstellung

Eine langsame Umstellung hilft dem Verdauungssystem, sich anzupassen:

  • Tag 1–3: 75 % altes Futter / 25 % neues Futter
  • Tag 4–6: 50 % / 50 %
  • Tag 7–9: 25 % / 75 %
  • ab Tag 10: 100 % neues Futter

Bei Katzen können die einzelnen Phasen etwas länger dauern.

Häufige Fehler bei der Futterumstellung

  • zu schneller Wechsel
  • mehrere neue Futtersorten gleichzeitig
  • gleichzeitiger Wechsel von Leckerlis
  • Umstellung während Stressphasen
  • zu frühes Abbrechen bei leicht weichem Kot

Leicht weicher Kot kann am Anfang normal sein – starker Durchfall jedoch nicht.

Was tun bei Durchfall während der Umstellung?

  • einen Schritt zurückgehen (z. B. wieder mehr altes Futter)
  • kleinere Portionen füttern
  • Stress reduzieren
  • bei Bedarf kurzfristig Schonkost einsetzen

Mehr dazu:
Hund hat Durchfall – Ursachen & was hilft

Bei empfindlichem Magen:
Schonkost für Hunde

Unsere Erfahrung mit Baloo

In den meisten Fällen ist eine langsame Futterumstellung sinnvoll. Bei unserem Hund Baloo haben wir jedoch auch erlebt, dass eine direkte Umstellung funktionieren kann.

Da er sein altes Futter komplett verweigerte, haben wir sofort auf ein neues Nassfutter gewechselt – und überraschenderweise wurde es sehr gut vertragen.

Solche Fälle kommen vor, besonders wenn das alte Futter bereits Probleme verursacht hat. Trotzdem bleibt die langsame Umstellung die sicherere Methode.

Mehr dazu:
Hund spuckt morgens Galle – Ursachen & Hilfe

Warum die Futterqualität entscheidend ist

Nicht jede Futterumstellung führt zu Problemen. Häufig reagiert der Darm empfindlich auf minderwertige Zutaten oder unklare Deklarationen.

Mehr dazu:
Hochwertiges Hundefutter erkennen

Gesundes Hunde- und Katzenfutter

Futterumstellung bei Katzen – Besonderheiten

  • sehr kleine Mengen neues Futter untermischen
  • Futter leicht anwärmen
  • Geduld haben
  • keine parallelen Futterwechsel

Wichtig: Katzen dürfen nicht dauerhaft das Fressen einstellen – hier unbedingt tierärztlich abklären.

Wann solltest du zum Tierarzt?

  • Blut im Kot
  • anhaltender Durchfall
  • Erbrechen
  • starke Mattigkeit
  • Welpen oder ältere Tiere betroffen

Persönliche Beratung

Wenn du unsicher bist, welches Futter passt oder wie du die Umstellung optimal gestaltest:

Hundefutter & Katzenfutter Beratung

Fazit

Eine Futterumstellung sollte in den meisten Fällen langsam erfolgen. Der Darm braucht Zeit, um sich anzupassen.

Mit einer ruhigen Umstellung und gut verträglichem Futter lassen sich Verdauungsprobleme oft vermeiden.


Hinweis:
Diese Informationen ersetzen keine tierärztliche Diagnose.

Gepostet am 12.03.2026

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